Wirksamkeit von Anti-Pollution Produkten

 

Täglich belasten mehrere hundert Substanzen unsere Haut. Umwelteinflüsse durch Abgase, Pestizide, Feinstaub und das Rauchen beeinflussen unseren Hautzustand. Viele dieser Substanzen lagern sich auf die Oberfläche der Haut und beeinflussen diese. In den letzten Jahren wurden verschiedene Methoden entwickelt, um die Wirksamkeit von Anti-Pollution Produkten zu überprüfen. Hierbei wird häufig die Umweltbelastung von Haut und Haaren durch Zigarettenrauch simuliert. Der Einfluss des Rauches auf die Funktion der Haut kann beispielsweise durch die Visualisierung der epidermalen Hautbarriere (Lipbarvis TEM), durch Messung biophysikalischer Parameter (TEWL, Hautfeuchte), der direkten Bestimmung der Lipidperoxidation (Lipbarvis LIP), der Bestimmung der Anzahl der Langerhans-Zellen und durch verschiedene Entzündungsmarker (z.B. IL-8) nachgewiesen werden.

 

Wir bilden Feinstaub/Prüfstaub oder Rauch auf der Haut- oder Haaroberfläche ab und unterstützen Sie durch unsere Bilder bei der Auslobung Ihrer Anti-Pollution-Produkte.  

Sie benötigen mehr Informationen? Sprechen Sie uns an.

 

 

Lipbarvis zeigt die Beeinflussung der Hautbarriere durch Zigarettenrauch

nICLL im SC nach Rauchapplikation
Länge der Lipidlamellen im Interzellularraum nach unterschiedlicher Behandlung.

 

Neben der direkten Visulasierung von Rauchpartikeln auf der Haut- oder Haaroberfläche kann die Auswirkungen des Rauches oder der Einfluss von UV Strahlung auf die epidermale Hautbarriere und deren Lipide auch mit Hilfe der Lipbarvis Technik gezeigt werden.

In einer Pilotstudie mit 12 hautgesunden Probanden, deren Unterarme mit Zigarettenrauch oder UV Licht behandelt wurden, konnte eine signifikante Abnahme der Länge der Lipidlamellen im Interzellularraum festgestellt werden.

 

 

 

Rauchpartikel im Antipollution Nachweis

 

Ebenso konnte in dieser Studie durch die Analyse der Lipide im Stratum corneum (SC) die Lipidperoxidation direkt bestimmt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die Berauchung der Haut mit Zigarettenrauch eine signifikante Verminderung der Freien Fettsäuren (FFA) und des Ceramids EOS (CER EOS) im SC induziert.

 

 

 

 

 

Direkter Nachweis von Umweltprüfstaub auf Haut und Haaroberflächen

REM Bilder von Proben der Hautoberfläche mit und ohne Prüfstaub (rot markierte Partikel) sowie nach einmaligem Waschen.

Eine andere Methode zur Simulation der Umweltbelastung auf die Haut stellen partikuläre Systeme dar.

Mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie (REM) werden Partikel eines zertifizierten Prüftstaubes zur Umweltsimulation, die zuvor unter reproduzierbaren Bedingungen auf die Haut- oder Haaroberfläche aufgebracht wurden, zuerst visualisiert und anschließend quantifiziert. Dabei können alle Partikel des Prüftstaubes, der neben sehr großen Blütenpollen (50µm) auch sehr kleine Partikel mit Durchmessern von kleiner 500nm enthält, sichtbar gemacht und anschließend vermessen werden.  

REM Bilder von Proben der Hautoberfläche mit und ohne Prüfstaub sowie nach einmaligem Waschen zeigen die Wirksamkeit der Hautreinigung durch den Waschprozess.

Nach dem Aufbringen des Prüfstaubes auf die Hautoberfläche ist diese belegt (Abbildung 1, Bild in der Mitte). Die Prüfstaubpartikel sind rot markiert. Nach dem Waschen der Haut sind weniger Partikel auf der Hautoberfläche sichtbar (Abbildung 1, Bild Rechts). Durch mehrmaliges Waschen können alle Partikel von der Hautoberfläche entfernt werden.

 

 

 

REM Bilder von Proben der Hautoberfläche mit und ohne Prüfstaub (rot markierte Partikel) sowie nach einmaligem Waschen.

Auch an Haaren können diese Untersuchungen zur Wirksamkeitsprüfung des Produktes durchgeführt werden. Dabei wird der Prüfstaub in einer speziellen Kammer auf die Haare aufgebracht. Nach der Erfassung der mit Prüfstaub belegten Proben kann nun die Haarreinigung erfolgen und die verbleibenden Partikel werden ebenfalls im REM visualisiert und anschließend quantifiziert.

REM Bilder von Proben der Haaroberfläche. Nach dem Aufbringen des Prüfstaubes auf die Haaroberfläche ist diese belegt (Abbildung 1, Bild in der Mitte). Die Prüfstaubpartikel sind rot markiert. Nach dem Waschen des Haares sind weniger Partikel auf der Haaroberfläche sichtbar (Abbildung 1, Bild Rechts). Durch mehrmaliges Waschen können alle Partikel von der Haaroberfläche entfernt werden.

 

 

 

Mit der hier vorgestellten Methode steht zum ersten mal ein Verfahren zur Verfügung, mit dem Umweltprüfstaub reproduzierbar auf Haut- und Haaroberflächen aufgebracht werden kann. Der Wirkungsnachweis von Anti-Pollution Produkten (Rinse off und Leave-on) kann mit Hilfe der REM bildlich dargestellt und genau quantifiziert werden.

 

Mehr dazu entnehmen Sie bitte auch unserer Technical Note: Wirksamkeit von Anti-Pollution Produkten: Direkter Nachweis von Umweltprüfstaub auf Haut und Haaroberflächen die Sie in den aktuellen Publikationen finden.

 

 

 

 

Aktuelle Publikationen zu Pollution Imaging

Technical Note: Wirksamkeit von Anti-Pollution Produkten: Direkter Nachweis von Umweltprüfstaub auf Haut und Haaroberflächen.  Download hier

 

Effects of cigarette smoke on the skin in comparison to UV radiation: Parallels and differences. Poster (SEPAWA, Oktober 2017)   Download hier